Word up!
Lisi Geher, Angela Merkel, Johanna Dohnal, Condoleeza Rice, Eva Glawischnig und Michelle Bachelet haben eines gemeinsam: Nicht die politische Stoßrichtung, der sie angehören, sondern die Tatsache, dass sie sich als Frauen auf einem bislang von Männern dominierten Tummelfeld politischer Eitelkeiten behaupten (müssen). Vor zwanzig Jahren war eine Frau, die sich unter dunkel gewandete Anzug- und Entscheidungsträger mischte, noch ein Kuriosum: ?Jössas, a Weib!? rief Nationalratspräsident Anton Benya angesichts der Entscheidung der ÖVP, Marga Hubinek für das Amt der zweiten Nationalratspräsidentin vorzuschlagen. Mittlerweile sind viele weitere Frauen den ursprünglichen Wegbereiterinnen nachgefolgt, und dennoch lassen sich Frauen, die politische Spitzenpositionen, an fast einer Hand abzählen.

Hinter der ?Männerbastion? Politik steckt ein Geschlechterverständnis, das Frauen dem privaten Bereich, der Haushaltsführung und Kinderversorgung zuordnet, Männern hingegen den öffentlichen Raum freistellt, in dem sie sich selbst transzendieren und mit Entscheidungen, Entdeckungen und Erfindungen die Zukunft der Gesellschaft bestimmen. Die erste Frauenbewegung hat vor nunmehr schon über hundert Jahren das Wahlrecht für Frauen in einigen Ländern erkämpft und damit die Grenzen zumindest aufgeweicht. Und dennoch wird auch im Hier und Jetzt mit fadenscheinigen Argumenten versucht, Frauen den Zugang zum Wahlrecht zu verweigern: Politik sei ein schmutziges Geschäft und würden Frauen, die darin mitmischten, ihrer Weiblichkeit berauben, jede Frau könne doch ohnehin ihre Meinung indirekt über ihren Mann zum Ausdruck bringen, der Staat an sich sei eine männliche Institution, die von Frauen aufgrund ihres Wesens in ihrer ganzen Tiefe ohnehin nicht erfasst werden könne (öffentlicher Diskurs anlässlich der Einführung des Schweizer Stimmrechts für Frauen im Jahre 1971).

Angesichts solcher Diskussionen fällt es nicht mehr schwer, zu verstehen, warum Frauen auch heute noch die Ausnahmeerscheinung in der Politik und nicht die Regel sind: Auch wenn es mittlerweile mehr Frauen in politischen Spitzenpositionen gibt, müssen diese sich um einiges mehr gefallen lassen als ihre männlichen Kollegen. Geben sie sich beispielsweise hart in der Sache und kämpfen um ihr Anliegen wie Johanna Dohnal, wird schnell ein ?Mannweib? heraufbeschworen, das aller angeblichen weiblichen Tugenden verlustig gegangen sei und über keine Reize mehr verfüge. Setzen sie hingegen auf die weibliche Karte und präsentieren sich in der Öffentlichkeit als Ehefrau und werdende Mutter, wie Eva Glawischnig es uns derzeit vormacht, so verliert sie schnell jeglichen Anspruch, ernst genommen zu werden, und büßt darüber hinaus noch die Legitimation, politisch qualifiziert zu sein, ein (Zum Vergleich: Da kann ein KHG noch so sehr Toyboy und Lebemann spielen, seine politische Glaubwürdigkeit wird ihm deswegen noch lange nicht abgesprochen).

Auffallenderweise tun sich ausgerechnet eher dem konservativen Lager zuzurechnende Parteien leichter, Frauen in Spitzenpositionen vorzulassen, als deren eher liberale Gegenspieler: So viel man der schwarz-blau-orangen Regierung auch vorwerfen kann, war sie doch die erste, die eine Frau zur Vizekanzlerin machte und in deren Ministerriege auffallend viele Frauen vertreten waren bzw. sind. Daraus aber zu schließen, dass mehr Frauen automatisch bessere Frauenpolitik machen, wäre falsch: So hat nicht nur ?Frauenminister? Herbert Haupt gezeigt, dass ihm mehr an einer Männerabteilung gelegen ist als an ?Frauenproblemen?, auch unter Ministerin Rauch-Kallat gab und gibt es gravierende Benachteiligungen für Frauen im Punkto Pensionsvorsorge und Einkommensverteilung.

Konservative Parteien haben es allerdings leichter, eine Frau an eine Schlüsselposition zu setzen, da sie sich nicht nur der Parteitreue und Loyalität der Frau im Vorhinein versichert haben, sondern auch davon ausgehen können, dass diese Frau nicht an den althergebrachten Männerprivilegien rütteln wird. Eine liberale Frau wird im Rahmen ihrer Partei viel eher männlichen Machtverzicht fordern, um Frauen zu stärken, als eine perlenkettetragende Ministerin aus gutem Hause, die ?weiß, was sich gehört?. So kann auch in der Politik davon ausgegangen werden, dass Frau nicht gleich Frau ist und immer noch die Tatsache der Parteizugehörigkeit mehr zählt als das Geschlecht. Das hat auch Benita Ferrero-Waldner bitter erfahren müssen, als sie ? trotz ihrer Geschlechtszugehörigkeit ? nicht vermehrt von Frauen gewählt wurde, die eher für den liberalen Heinz Fischer stimmten. Aber ?linke Emanzen? haben ihr den Sieg nicht vergällt: Frau sein allein ist halt kein Parteiprogramm.


Hinter der ?Männerbastion? Politik steckt ein Geschlechterverständnis, das Frauen dem privaten Bereich, der Haushaltsführung und Kinderversorgung zuordnet, Männern hingegen den öffentlichen Raum freistellt, in dem sie sich selbst transzendieren und mit Entscheidungen, Entdeckungen und Erfindungen die Zukunft der Gesellschaft bestimmen. Die erste Frauenbewegung hat vor nunmehr schon über hundert Jahren das Wahlrecht für Frauen in einigen Ländern erkämpft und damit die Grenzen zumindest aufgeweicht. Und dennoch wird auch im Hier und Jetzt mit fadenscheinigen Argumenten versucht, Frauen den Zugang zum Wahlrecht zu verweigern: Politik sei ein schmutziges Geschäft und würden Frauen, die darin mitmischten, ihrer Weiblichkeit berauben, jede Frau könne doch ohnehin ihre Meinung indirekt über ihren Mann zum Ausdruck bringen, der Staat an sich sei eine männliche Institution, die von Frauen aufgrund ihres Wesens in ihrer ganzen Tiefe ohnehin nicht erfasst werden könne (öffentlicher Diskurs anlässlich der Einführung des Schweizer Stimmrechts für Frauen im Jahre 1971).

Angesichts solcher Diskussionen fällt es nicht mehr schwer, zu verstehen, warum Frauen auch heute noch die Ausnahmeerscheinung in der Politik und nicht die Regel sind: Auch wenn es mittlerweile mehr Frauen in politischen Spitzenpositionen gibt, müssen diese sich um einiges mehr gefallen lassen als ihre männlichen Kollegen. Geben sie sich beispielsweise hart in der Sache und kämpfen um ihr Anliegen wie Johanna Dohnal, wird schnell ein ?Mannweib? heraufbeschworen, das aller angeblichen weiblichen Tugenden verlustig gegangen sei und über keine Reize mehr verfüge. Setzen sie hingegen auf die weibliche Karte und präsentieren sich in der Öffentlichkeit als Ehefrau und werdende Mutter, wie Eva Glawischnig es uns derzeit vormacht, so verliert sie schnell jeglichen Anspruch, ernst genommen zu werden, und büßt darüber hinaus noch die Legitimation, politisch qualifiziert zu sein, ein (Zum Vergleich: Da kann ein KHG noch so sehr Toyboy und Lebemann spielen, seine politische Glaubwürdigkeit wird ihm deswegen noch lange nicht abgesprochen).

Auffallenderweise tun sich ausgerechnet eher dem konservativen Lager zuzurechnende Parteien leichter, Frauen in Spitzenpositionen vorzulassen, als deren eher liberale Gegenspieler: So viel man der schwarz-blau-orangen Regierung auch vorwerfen kann, war sie doch die erste, die eine Frau zur Vizekanzlerin machte und in deren Ministerriege auffallend viele Frauen vertreten waren bzw. sind. Daraus aber zu schließen, dass mehr Frauen automatisch bessere Frauenpolitik machen, wäre falsch: So hat nicht nur ?Frauenminister? Herbert Haupt gezeigt, dass ihm mehr an einer Männerabteilung gelegen ist als an ?Frauenproblemen?, auch unter Ministerin Rauch-Kallat gab und gibt es gravierende Benachteiligungen für Frauen im Punkto Pensionsvorsorge und Einkommensverteilung.

Konservative Parteien haben es allerdings leichter, eine Frau an eine Schlüsselposition zu setzen, da sie sich nicht nur der Parteitreue und Loyalität der Frau im Vorhinein versichert haben, sondern auch davon ausgehen können, dass diese Frau nicht an den althergebrachten Männerprivilegien rütteln wird. Eine liberale Frau wird im Rahmen ihrer Partei viel eher männlichen Machtverzicht fordern, um Frauen zu stärken, als eine perlenkettetragende Ministerin aus gutem Hause, die ?weiß, was sich gehört?. So kann auch in der Politik davon ausgegangen werden, dass Frau nicht gleich Frau ist und immer noch die Tatsache der Parteizugehörigkeit mehr zählt als das Geschlecht. Das hat auch Benita Ferrero-Waldner bitter erfahren müssen, als sie ? trotz ihrer Geschlechtszugehörigkeit ? nicht vermehrt von Frauen gewählt wurde, die eher für den liberalen Heinz Fischer stimmten. Aber ?linke Emanzen? haben ihr den Sieg nicht vergällt: Frau sein allein ist halt kein Parteiprogramm.



Kommentare
Langsam, aber sicher schaffen es doch Frauen, in die Männerbastionen einzudringen. Allerdings gerade auf dem Feld der Politik müssen sie in Sachen Kompetenz ihre männlichen Kollegen bei weitem übertrumpfen, um in der Bevölkerung angesehen zu werden.
Besonders lustig hab ich die Benita gefunden, die in akuter Selbstüberschätzung nach ihrer Niederlage gemeint hat, dass Österreich noch nicht reif ist für eine Frau an der Spitze des Staates. Österreich war nicht reif für die konservative Benita und das war gut so und hatte nichts mit Diskriminierungsmechanismen zu tun gehabt.
Wenn der alte Heinzi eine progressive Frauenpolitik propagiert hat das schon einiges zu sagen.
Beste Grüße!
Bin für die Einführung einer Frauenqoute wie bei den Grünen!
Bin dafür daß nur wenige Frauen und auch nur häßliche Frauen in die Politik gehen, den sonst verdrehen sie der Politiker-Promillenz die Köpfe.
Diese würden nur mehr an den Kinderscheck denken und danach handeln.
ich bin auch für die Grünen, die FORDERN, haben FRAUENQOTEN. Warum ist eine Grüne noch Kanalräumerin oder Eisenbiegerin oder Bauarbeiterin geworden?
Da kann sie nicht wie die Stoizisch ihr Kind zum Arbeitsplatz (Parlament) mit bringen.
Es gibt nichts wunderbreres als die Frauen! Was die Grünen wollen sind dies keine Frauen mehr sondern Maschinen, denn nicht alle können Politikerinnen werden
ich bin auch für die Grünen, die FORDERN, haben FRAUENQOTEN. Warum ist eine Grüne noch Kanalräumerin oder Eisenbiegerin oder Bauarbeiterin geworden?
Da kann sie nicht wie die Stoizisch ihr Kind zum Arbeitsplatz (Parlament) mit bringen.
Es gibt nichts wunderbreres als die Frauen! Was die Grünen wollen sind dies keine Frauen mehr sondern Maschinen, denn nicht alle können Politikerinnen werden
ohne die angesprochenen und offensichtlich vorhandenen benachteiligungen für frauen relativieren zu wollen, aber was haupts "männerabteilung" betrifft:
das konzept, männerfragen in das "frauenministerium" einzubinden, finde ich vom grundsatz her richtig. das ziel der gleichberechtigung kann ja nur mit und nicht gegen die männer realisiert werden.
es gibt ja die beliebte frage, was würden sie als erstes machen, wenn sie bundeskanzler wären. meine erste amtshandlung wäre, die allgemeine wehrpflicht für männer abzuschaffen und durch ein (freiwillges) soziales jahr für männer und frauen zu ersetzen.
WIESO dürfen Frauen in der NACHT NICHT arbeiten??
es ist das NACHTARBEITSVERBOT ... also wer sorgt für die AUS-EINgrenzung ???!!! Die Politik,- bzw. die " Frauen " selbst..............